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Seien Sie herzlich willkommen auf meiner WebSite: 

www.pilgernetz.de

 

Diese HomePage

steht seit dem 15. Dezember 2008 im Netz.

 

 Schauen Sie doch auch auf die WebSite: www.pilgern-in-mitteldeutschland.de

 

 Zella-Mehlis, im Advent 2016

 

Liebe Netzpilger,

nach einer längeren Pause möchte ich Sie wieder recht herzlich zu dieser Advents- und Weihnachtszeit einladen. Advent ist eine Zeit des Wartens und der Hoffnung. Wir gestalten sie mit vielen Aktionen, Einladungen, Besuchen und freuen uns, wenn diese Zeit in einer tiefen Kindheitserinnerung bis ins hohe Alter nachwirkt.

 

Ich wünsche Ihnen, dass sies nicht nur bei den äußeren Erinnerungen bleibt, sondern dass diese Zeit des Wartens und der Hoffnung auch eine innere Erneuerung und Ausrichtung auf den kommenden Herrn mit sich bringt. Nur diese innere Erinnerung kann unserem Leben einen Halt und eine Hoffnung geben.

 

In diesem Jahr konnten meine Frau und ich 14 Tage auf der Hallig Hooge sein. Hier konnten wir die Hoffnung in den aufgewühlten Wellen des Lebens erahnen. 

Diese Hoffnungin den Stürmen des Lebens nicht zu verlieren, dazu will unser Glaube an den kommenden Herrn und stark machen. Vertrauen wir ihm in dieser Zeit zwischen den Zeiten.

 

Ihr

 

Hans-Joachim Köhler, Opfr. i.R.

 

 

 

Siehe weitere Bilder unter:

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/hallighooge139_v-content.jpg

 

 

Wir warten im Warteraum der Zukunft 

 

Aber, worauf warten wir eigentlich?

Warten wir vergeblich auf etwas, das nie eintreffen wird, wie es in dem absurden Theaterstück von Samuel Beckett "Warten auf Godot" dargestellt wird?

 

Dort heißt es in einem öfters wiederkehrenden Dialog:

 

Estragon:  Komm, wir gehen!

Wladimir:  Wir können nicht.

Estragon:  Warum nicht?

Wladimir:  Wir warten auf Godot.

Estragon:  Ach ja.

 

 

Warten wird in diesem hochinteressanten Theaterstück, das das Warten in seinen Längen zwischen den handelnden Personen Estragon und Wladimir "...eher lächerlich erscheinen  und sie ihre Zeit mit absurden Diskussionen und belanglosen Aktionen hinbringen lässt."  (http://de.wikipedia.org/wiki/Warten_auf_Godot

 

Warten wird so "...als Verkörperung... des menschlich-allzumenschlichen Hanges voll unbestimmter und letztlich unerfüllter Illusionen auf die Ankunft eines Erlösers, eines Propheten oder einer sonstwie heilbringenden Person..." (ebenda).

 

Das gläubig-spirituelle Warten auf das Kind in der Krippe, das die Menschheit, den einzelnen Menschen, also auch mich erlösen will, verändert aber mein Leben in dieser meiner jetzigen Zeit. Es verändert mich dahin, dass mein Leben in diesem Warteraum der Zukunft eine Zielrichtung bekommt. Ich warte nicht nur vor mich dahin und verbringe nutz- und aktionslos meine Zeit wie die Akteure  bei "Warten auf Godot".

 

Das Lukas-Evangelium beschreibt dieses Warten im 12. Kapitel, Vers 35 so:

 

"Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen."

 

Auf unsere Bildersprache übertragen, heißt dies etwa so:

Seid bereit zum Aufbruch in eine neue Zeit!

Gebt euer Vertrauen nicht auf!

Lasst das Licht eurer Hoffnung nicht ausgehen!

Erwartet eine positive Zukunft für euer Leben.

 

Diese neue Zukunft kommt nun aber nicht aus der mehr oder weniger gelungenen oder misslungenen Vergangenheit meines Lebens; sie kommt von einer unbelasteten Zukunft Gottes her.

 

Diese Erwartung verändert nun mein Leben dahingehend, dass ich trotz aller Zukunftsängste in diese Zukunft gehen kann.

 

"Warten im Warteraum der Zukunft" ist so ein aktives Geschehen, das mich meine Lebenssituation überdenken und überbeten läßt, damit ich Kraft und Richtung für eine Veränderung in meinem Leben bekomme.

 

Ich wünsche uns allen diese kraftvolle Kraft des Wartens im Heiligen Geistes

in dieser Adventszeit, der Zeit des Wartens "im Warteraum der Zukunft".

 

Ihr

 

Hans-Joachim Köhler

 

 

Ich begrüße Sie mit der Jahreslosung für das Jahr 2016 aus dem Propheten Jesaja Kapitel 66, Vers13

 

     Gott spricht:

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

 

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Advent

Warten!

Auf die 

Ankunft Jesu.

Warten!

Bin ich noch bereit
Zu warten?

Bin ich noch bereit 
Zu warten, auf dass,
Was kommt?

Erwarte ich noch etwas 
von der Zukunft?

Hab ich nicht genug zu tun
Mit der Bewältigung
Der Gegenwart
Und der Vergangenheit?

Warum warte ich noch?

???        …        !!!


Weil der Herr
Über Gegenwart
Und Vergangenheit
Auch der Herr
Über die Zukunft ist!

Er kommt auf mich zu!

So wird aus dem Warten
Eine Erwartung!

Seine Erwartung!

Aus Vergangenheit 
Und Gegenwart
Eine Zukunft!

Meine Zukunft!

In meinem Leben

Sein Advent!


© by hansjoachimkoehler@msn.comDez. 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zella-Mehlis, März 2016

 

 

Philipper 2, 5-11 (Predigttext für Sonntag Palmarum 2016)

 

Seid so unter euch gesinnt,

wie es auch der Gemeinschaft

in Christus Jesus entspricht:

 

Er, der in göttlicher Gestalt war,

hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

sondern entäußerte sich selbst

 

und nahm Knechtsgestalt an,

ward den Menschen gleich

und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

 

Er erniedrigte sich selbst

und ward gehorsam bis zum Tode,

ja zum Tode am Kreuz.

 

Darum hat ihn auch Gott erhöht

und hat ihm den Namen gegeben,

der über alle Namen ist,

 

dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen

aller derer Knie,

die im Himmel und auf Erden

und unter der Erde sind,

 

und alle Zungen bekennen sollen,

dass Jesus Christus der Herr ist,

zur Ehre Gottes, des Vaters.

 
  

aller trost ist trübe, sagt Rilke

 

sagst auch DU

aller trost ist trübe

wenn die brandung aufgewühlt

der wind um dein haupt pfeift

der boden unter den füßen wankt

 

fragst auch DU

wo ist ein halt zu finden

wenn in deinem leben landunter ist

ist dann doch aller trost trübe

wie Rilke sagt?

 

DU aber stehst

in der erfahrung der alten

die durch den rückzug

auf die HÖHE

den gewalten der zeit

trotzen

 

dieser trost scheint trübe

für die hoffnung

 

aber er erhält

DEIN LEBEN

 

© by hansjoachimkoehler @msn.com 30.12.2015

    

Liebe Netzpilger!

 

Der Predigttext für den Sonntag Palmarum ist ein altes Christus-Lied über den Tod und die Auferstehung Jesu, das Paulus schon von einem anderen Frühchristlichen Autor übernommen hat.

 

Dieses Lied wurde wahrscheinlich im Gottesdienst bei der Taufe gesungen und spiegelt das Geschehen der Taufe wieder, das hier besungen wird.

 

Die Taufkanne mit dem Wasser und dem Geist Gottes ist das Zeichen für Gott. Aus Gott fließt etwas heraus, entäußert sich und wird Materie dieser Welt, „ward den Menschen gleich und der äußeren Erscheinung nach als Mensch erkannt“, schreibt Paulus.

 

Das Wasser wird nun als Zeichen dieser Welt, des Lebens und des Sterbens. Nun kommt aber der Wille Gottes dazu, dass der Sohn nicht im Todeselement des alles überspülenden Wassers bleibt.

 

Das Wasser symbolisiert wie schon in der Schöpfungsgeschichte die Todesmacht über das Leben, die durch die Ordnung der Schöpfung und durch die Auferstehung Jesu überwunden wird. Hier auf der Hallig Hooge können sie dies sicher nachvollziehen.

 

Bis in diese Todesmacht hinein steigt der Sohn Gottes durch seine eigene Taufe. Durch das Hineinsteigen in diese Todesmacht wird die Todesmacht auseinander gedrängt wie beim Zug durch das Rote Meer. So wie Jesus  über die Wellen und den Wind, über das Wasser herrscht, so beherrscht er auch die Wellen und Wogen des menschlichen Lebens.

 

Gott der Vater hilft ihm aus heraus und gibt ihn den Namen, der über allen Namen ist. Er erhöht ihn.

 

Namensgebung ist ein hervorheben aus dem Nichts in das Sein, hier nun in das neue Sein bei Gott, vor dem sich alle Knie beugen sollen.

Wir werden nun durch unsere Taufe mit hineingenommen in dieses Geschehen. Wir bekennen damit unsren Glauben und unser Dazugehören.

 

Wir geben diese Gesinnung und das sich daraus ergebende Leben weiter durch unser Verhalten mit den anderen Getauften .

 

Sie geben wenn ihr Land unter Wasser ist, ja auch nicht auf, denn sie haben die alte Erfahrung, dass die Wogen der Nordsee sie nicht überspülen. Dazu haben ihre Vorfahren die Warften aufgeschüttet, um so ihr Leben auf den Halligen zu ermöglichen, um so auch zu überleben.

 

Dieses Bild ihres Lebens auf den Halligen können wir nun gut für das Leben im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes und den Sohn der Menschen übernehmen.

 

So tat es schon der Dichter dieses Christus-Liedes

Auch wir können heute aus dieser Erfahrung leben.

Diese Erfahrung behalten wir nicht für uns alleine, sondern geben wir weiter an unsere Nachbarn, Urlauber und Nachfahren.

 

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Passionswoche

und gesegnete Ostertage

 

Ihr

 

Hans-Joachim Köhler, Opfr. i. R.

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com