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4. Altenbergen

 

 

Im Jahre 722 schreibt Papst Zacharias an Bonifatius einen Brief (7)

 

"Dezember 722
Den erlauchten Männern, seinen Söhnen Asolfus, Godolaus, Wilareus, Gundhareus, Alvoldus und allen gottgeliebten Christgläubigen Thüringern Papst Gregorius. (8)
Als wir die uns mitgeteilte Standhaftigkeit Eures herrlichen Glaubens in Christus erfuhren, dass Ihr den Euch zum Götzendienst drängenden Heiden glaubensfest die Antwort gegeben habt, Ihr wolltet lieber glückselig sterben als die einmal gewonnene Christgläubigkeit irgendwie verletzen, hat uns das mit großer Freude erfüllt, und wir haben unserem Gott und Erlöser, dem Geber aller Güter, den schuldigen Dank abgestattet; von seiner Gnade geleitet möget Ihr, das ist unser Wunsch, zu noch Besserem und Höherem weiterschreiten, zur Festigung des Vorsatzes in Eurem Glauben frommes Sinnes an der Lehre des heiligen apostolischen Stuhles festhalten, und wenn es der Dienst an unserer heiligen Religion erforderlich macht, bei der genannten heiligen apostolischen Kirche, der geistigen Mutter aller Gläubigen, Hilfe suchen, wie es sich für die Söhne gehört, die zusammen ein Reich erben, bei ihrem königlichen Vater.
Wir wollen auch und fordern Euch auf, dass Ihr Euch mit dem, was der gegenwärtige geliebte Bruder Bonifatius macht, den wir zu Euch als geweihten Bischof geschickt haben mit der Aufgabe eines Missionspredigers, nachdem er unsere apostolischen Weisungen erhalten hat, um Euren Glauben auszurichten, einverstanden zeigt, indem Ihr ihm gehorsam seid in allem zur Vervollständigung Eurer Rettung im Herrn."

 

 

 

   

In diesem Brief werden fünf Männer erwähnt, die ihren standhaften Glauben in Thüringen bewahrten:

 

Asolfus, Godolaus, Wilareus, Gundhareus, Alvoldus



Nach späten Zeugen (Johannes Rothe lebte im 1. Viertel des Fünfzehnten Jahrhunderts) hat Asolf, der im Brief 19 von 722 als erster unter den genannten Thüringern steht, auf dem Johannesberg in Altenbergen seinen Sitz gehabt.
Hierzu ist in den ersten 700 Jahren bis ca. 1418 keine schriftliche Bonifatiustradition zu finden.
Dies lässt die Wissenschaftler zweifeln, ob diese Aussage des Johannes Rothe überhaupt stimmt.

Wenn eine solche Aussage erschlossen werden soll, dann kann dies nur über eine Asolf-Tradition gehen.
Die müsste aber erst durch weitere Ausgrabungen erhärtet werden.

 

  

 

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com