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Lullus

 

 

  Um 705 in Wessex in Britannien geboren, kam Lullus bereits als Kind in das Kloster Malmsbury.
Er lernte 737 bei einer Wallfahrt in Rom Bonifatius kennen und zog mit ihm nach Germanien, um ihm bei der Verkündigung des Evangeliums beizustehen.
Danach war er wahrscheinlich Schüler des um 725 gegründeten Klosters in Ohrdruf unter Leitung des Abtes Wigbert. [1]
744 Am 12. März errichten Bonifatius, Sturmius und einige Gefährten ein Kreuz auf einem verlassenen Königshof an der Fulda und errichten dort ein Kloster. Sie nennen es nach dem Fluss Fulda.
746 wird Lullus Archidiakon und bald darauf Priester 751 reist er im Auftrag von Bonifatius nach Rom um das Exemtionsprivileg für das Kloster Fulda zu erwirken.
Von Bonifatius zum Priester geweiht, machte dieser 752 Lullus auch zu seinem Koadjutor (Chorbischof) und 753 auf einem Reichstag zum Nachfolger als Bischof von Mainz. Er gliederte seiner Diözese die verwaisten Bistümer Erfurt und Büraburg - das heutige Fritzlar - ein. 754 am 5. Juni wurde Bonifatius bei Dokkum von den Friesen mit etwa 50 Gefährten ermordet.
Lullus lässt ihn von Dokkum abholen.
763 bis 765
Auseinandersetzungen mit Sturmius
wegen der Exemtion des Klosters Fulda.
  

Sturmius wird nach Frankreich, nach Jumieges verbannt, aber

765 nach Intervention der Fuldaer Mönche durch Pippin wieder eingesetzt.
768
Pippin III. der Jüngere stirbt. Nachfolger werden Karlmann und Karl (der Große)

  769 Gründung des Klosters Hersfeld als Eigengründung an der Stelle an der Sturmius schon 736 eine Missionsstation gründete.
Sie erfolgte, als Fulda durch seine Exemtion sich von dem Erbe des Bonifatius löste.
Es wurde den Aposteln Simon und Judas geweiht.
772 Beginn der Sachsenkriege
775
am 7. Januar wird das Kloster Hersfeld durch Karl den Großen zum Reichskloster erhoben.
777 weiht Lullus die Kirche St. Peter
in Ohrdruf ein. 780 läßt Lullus die Gebeine des Wigbert von Fritzlar nach Hersfeld überführen.
  Am 16. 10. 786 stirbt Lullus nach segensreichem Wirken in dem von Sturmius als Missionsstation gegründeten, von ihm wiederbelebten Klosters Hersfeld und wurde dort bestattet.

 

[1] Unter Dobenecker I/27 ist ein Brief eines ungenannten Schülers von Bonifatius verzeichnet, in dem bittet er „seinen Lehrer Bonifatius, ihm zu gestatten noch einige Zeit in Thüringen (bleiben zu können) wohin er sich des Studiums halber begeben hat (vestrae sanctitatis licentia lectionis scrutandiquw causa - - Thiringiam perrexi), zu bleiben, da er infolge Unwohlseins seine Studien nicht fleißig genug habe betreiben können, um jetzt schon in seine Dienste zu treten; schickt ihm Verse zur Verbesserung ein.

 

H. Hahn in Forsch.XXI,389 f., hält Lullus für den Aussteller des Briefes.

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com