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Pilgerpfade von Georgenthal aus: 

 

 

Pilgerpfad Georgenthal-Ohrdruf

 

 

Pilgerpfad Georgenthal-Reinhardsbrunn

 

 

Graf Sizzo von Käfernburg und seine Gemahlin Gisela stifteten 1140 auf dem Georgenberg bei Altenbergen ein Kloster. Es wurde von Zisterziensermönchen aus Morimond besiedelt. Bei der Nähe zum Hauskloster der Ludowinger in Reinhardsbrunn, gegründet 1085, waren Grenzstreitigkeiten an der Tagesordnung.

Nach vielen Klagen und einem Briefwechsel mit dem Papst Lucius III. wurde das Kloster ins Tal der Apfelstädt verlegt. So ist nach W. Kahl 1189 das Gründungsdatum des Ortes Georgenthal. Hennig/Scharff haben 1964/1965 in "Alt-Thüringen" Bd. VII S. 309 die betreffende UrkundeSTAGotha QQ Id,5 zu 1189 zitiert. Durch den technischen Fortschritt, den die Mönche mitbrachten, blühte die Region auf.

Am 04. September 1495 (Scharff) wurde in Hohenkirchen eine Kupfer-Schmelzhütte errichtet. Bis 1540 wurden durch das Saiger-Verfahren 54 000 Zentner Kupfer und 32 000 Mark Feinsilber gewonnen. Das Erz kam aus Ungarn über die sogenannte Kupferstraße.

Die Klosteranlage Georgenthal war das Größte und Vollkommenste was der Zisterzienserorden in Deutschland schuf: Die dreischiffige Basilika mit einem Staffelchor von 5 Absiden gehörte zu den frühesten Großgewölbebauten in Thüringen. Der Bauernkrieg brachte 1525 das Ende des Klosters.

Wir sehen heute nur eine Ruinenstätte (Lapidarium) die Pfarrer Baethke in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ergraben hat. Das sogenannte Kornhaus, ehemals Hospital, hat die Zeiten überdauert und wird als Heimatmuseum genutzt.

In der näheren Umgebung, 3 km Richtung Friedrichroda, zeigt ein "Kandelaber" die Stelle, an der Winfrid-Bonifatius die erste Kirche, eine Johanneskirche, in unserer Region gebaut haben soll. Ein Nachbau ist im Klosterpark und Stift Reinhardsbrunn zu besichtigen. In Ohrdruf, am Ufer der Ohra, gründete er um 725 das St. Michaeliskloster, von dem noch der Kirchturm der St. Michaeliskirche von 1422 erhalten ist. Von 1463 bis 1525 und von 1995 bis 2007 waren Karmelitermönche in Ohrdruf.

Emphelenswert ist auch das Schloss Ehrenstein mit seiner historischen Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert und seinen Sammlungen (unter anderen zur Geschichte der Familie Johann Christoph Bachs, des Bruders von Johann Sebastian Bach). 2008 wurde wahrscheinlich die älteste steinerne Basilika Thüringens ausgebraben und dokumentiert. Wir werden darüber noch mehr erfahren, wenn die wissenschaftlichen Ergebnisse publiziert werden.

Zu einem Familienausflug mit Kindern lohnt sich der Besuch der Lohmühle am Ortseingang von Tambach-Dietharz. Sie sehen dort eine umfangreiche Sammlung an Schienenfahrzeugen, Handwerk- und Gewerbeutensilien und zum Naturschutz der Waldregion.

Technisch Interessierte sollten den Tobiashammer in Luisenthal besichtigen, ein Kupferhammerwerk und eine Dampfmaschine, die noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts produzierten.

Evangelische Gottesdienste finden in allen Orten der Umgegend und in der oft umgebauten "Laienkirche" an der Umfassungsmauer des Klosters statt. Sie ist die erste Kirche, die der Hl. Elisabeth geweiht wurde.

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com