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Theologische Reflexionen zur Geburt Jesu Christi

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. (2011/2012)

 

Seminaraufbau

15:30 Ankommen, Stehkaffee

16:00 – 20:30 Uhr

 

16:00 – 18:00 Uhr    1. Einheit Der biblische Befund

                                     2. Einheit Die dogmatischen Klärungen

18:30  -  21:30 Uhr   3. Einheit Theologische Reflektionen in der Liturgie

                                     4. Einheit Die Geburt Jesu in der Kunst

 

Theologische Reflexion (Seminarmaterial)

 

Seminar Weihnachten

Ich will mit Ihnen ein Seminar zu dem Modul Weihnachten halten.

Sie sollen dabei eigene Erfahrungen einbringen. Wir wollen dazu die biblisch theologischen Grundlagen erfahren, die kirchengeschichtliche Weitergabe und die dogmatischen Herausforderungen ansprechen und endlich die Theologie in der Praxis, der Kunst und besonders der Krippenspiele anwenden.

Dies kann in diesen zwei Tagen natürlich nur in einem Überblick geschehen.

Als Thema möchte ich den ersten Satz des Matthäusevangeliums (Mt 1,1) nach der Übersetzung Walter Grundmanns nehmen:

„Buch des Werdens Jesu,

des Christus, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams."

 

Die Inkarnation1 (Menschwerdung) des Gottessohnes – Theologische Reflexionen der Christologie.

 

Im NT gibt es sechs christologische Titel:

1. Menschensohn

2. Davidssohn

3. Knecht Gottes

(bei Paulus verschwunden)

4. Christus - der Gesalbte

ist schon in der Zeit des Paulus

zum Namen Jesus Christus geworden. „Unser Herr Jesus Christus"- sprechender Name:

Jesus = irdischer Name und menschbezogen, Christus = gottbezogen. Er ist der Name seiner Anhänger „Christen" geworden.

5. Sohn Gottes

6. Herr

Die Titel „Sohn Gottes" und „Herr" haben sich bei Paulus mit neuem Inhalt gefüllt. Sie „werden die entscheidenden Träger christologischer Aussagen"2

 

Die Einbindung der Zeitgeschichte in die Heilsgeschichte bei Lukas und Matthäus

 

Zeit- und Segensstrahl:

 

Matthäus und Lukas binden mit ihren historischen Angaben des Zeitgeschehens und den Geschlechterfolgen die Zeitgeschichte in die Heilsgeschichte ein.

 

 

Aufgaben zu Erkenntnissen der Lehre von Jesus dem Christus, der Christologie:

Lesen Sie Lk 1-3

Untersuchen Sie den Aufbau der Geschichten der Geburt Johannes des Täufers

Untersuchen Sie den Aufbau der Geschichten der Geburt Jesu.

Lesen Sie Mt 1-3.

Welche Unterschiede fallen Ihnen zu den Geburtsgeschichten des Lk auf?

Lesen Sie den Anfang des Mk-Evangelium

s. Was fällt Ihnen auf?

Lesen Sie Joh 1.

Wie stellt Johannes die Geburt Jesu dar?

Stöbern Sie in den vier Evangelien

 

Welche Ausdrücke und Begriffe finden Sie als Aussage für das Leben und Wirken Jesu?

Notieren Sie sich ein paar Stellen dazu.

 

Einige theologische Begriffe

aus „Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch" EVA Berlin 3. Auflage 1985

Chiliasmus (gr. chilioi, tausend), Erwartung einer 1000jährigen Zwischenherrschaft Christi u. der Gerechten auf Erden (Offb. 20,4 f.) vor dem Endgericht; chiliastisch

Christologie, Lehre von Person und Amt ->(munus) Christi (Soteriologie)

Inkarnation lat., Fleischwerdung, Menschwerdung des - Logos in Jesus (Joh. 1,14)

Munus (officium) triplex

lat., das dreifache Amt Christi

als Verkündigung (m. propheticum),

hohepriesterliche

(Hebr. 2,17 u. ö.),

Versöhnung schaffende Selbsthingabe (m. sacerdotale)

u. königliche Herrschaft (m. regium) gr., Allbeherrscher, Gott bzw. Christus (Kol. 1,15 ff.; Offb. 19, 6)

Pantokrator

Parusie gr., Anwesenheit; Wiederkunft Christi am Ende der Zeit

Homousie3; kirchl. Lehre seit Nicäa 325 u. Konstantinopel 381 -> Niceano – Constantinopolitanum)

 

Der biblische Befund

1.1. Der Neutestamentliche Befund

1.1.1 Die Evangelien

Erkunden wo die Berichte der Geburt Jesu stehen

Lk 2, 1ff

Mt 2

Mk -

Joh 1 „Im Anfang war das Wort..."

 

1.1.2 Paulusschriften

Röm 1,1-3

„Paulus , ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift, von seinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, und nach dem Geist, der da heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in der Kraft durch die Auferstehung von den Toten."

Gal 4,4

„... Gott sandte seinen Sohn, geboren aus einer Frau, getan unter das Gesetz"

 

1.1.3 Petrusschriften

1. Petr 1,12 b

die „…euch dienten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, so euch das Evangelium verkündet haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, - was auch die Engel gelüstet zu schauen."

 

1.1.4 Johannes

1. Joh 5, 1

„Wer da glaubt, dass Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren; und wer da liebt den der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist."

2. Joh v 7

„viele Verführer... die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist."

Johannes wendet sich hier schon gegen die Lehre der Gnosis. 5

 

1.2 Der atl. Befund

Die Weissagungen

Mi 5,1-3

1 Der Herrscher aus Davids Geschlecht wird aus Bethlehem kommen

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.

2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel.

3 Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, soweit die Welt ist.

 

Jes 9,1-6a

1 Der Friedefürst wird verheißen

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

2 Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt.

3 Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. 4 Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.

5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;

6 auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem [a] Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

Jes 11,1-2

1 Der Messias und sein Friedensreich

Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.

2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

 

Jer 23,5-6

5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.

6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und [a] Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: [b] »Der HERR unsere Gerechtigkeit«.

 

Jer 31,31-34

31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund4 schließen,

32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.

34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 6

 

1.3 Die Kirchengeschichte

1.3.1 Das Konzil von Nicäa 325, 380

(erste ökumenische Synode)

 

Credo

Artikel 2 EG 903

„[…] und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,[…]"

 

Nicaenum

Artikel 2 iA EG 904

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen

durch den Heiligen Geist

von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

1.3.2 Die dogmatischen Klärungen

1.3.2.1 Jesus wahrer Mensch

Die dogmatischen Klärungen mit der Gnosis lauteten: Jesus ist wahrer Mensch;

Damit mussten die Fragen der Historizität Jesu geklärt werden.

 

1.3.2.2 Jesus wahrer Gott

 

Die dogmatischen Klärungen mit Arius (1. Phase 318-325)

ging der Frage nach: Ist Jesus wahrer Gott?

„Er (Arius Kö.) rückte den λόγος (Logos) nachdrücklich von Gott ab. Der λόγος ist der oùsía Gottes völlig u n ä h n l i c h und f r e m d (àλλότριος καì àνόμοιος κατά πάντα τής τοũ πατρòς οùσíας [allotrios kai anomoios kata panta tēs tou patros ousias], nicht gleich ewig mit Gott, sondern ein Geschöpf Gottes (κτíσμα [ktisma]), wenn auch das erste und höchste, von Gott aus dem Nichts erschaffen […] Der Menschgewordene ist leidensfähig und wandelbar, bleibt aber durch seinen freien Willen gut. Er wird θεός [theos] genannt, ist es aber nicht in Wahrheit. Die Trias besteht aus drei Hypostasen (= Persönlichkeiten) von abgestuften Range." 5

Diese Auseinandersetzungen führten zu Formulierungen des Bekenntnisses: Jesus ist „wahrer Mensch, geboren von der Jungfrau Maria und wahrer Gott von Gott geboren." 7

 

1.3.2.2 Jungfrauengeburt

Um die wahre Menschlichkeit und die wahre Göttlichkeit nachzuweisen, musste das Credo das besondere Geschehen der Jungfrauengeburt betonen.

 

Karl Barth (Voigt III S 31) wird recht haben, wenn er sagt:

„Man könnte ... nicht sagen, daß das Geheimnis der Weihnacht ontisch6, an sich, mit diesem Dogma (der Jungfrauengeburt) stehe und falle. Der Mensch Jesus von Nazareth ist nicht darum der wahre Sohn Gottes, weil er vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau geboren ist, sondern weil er der wahre Sohn Gottes ist und weil das ein unbegreifliches Geheimnis ist, das als solches anerkannt sein will, darum ist er vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau geboren" (KD I/2, S. 221). Natus ex Maria virgine - das ist ein Zeichen, das auf das eigentliche Wunder deutet: Der hier geboren werden soll, also ganzer Mensch sein wird, hat zugleich seinen Ursprung in Gott als 'Sohn des Höchsten' (Lk 1, V. 31- 32 7)."

 

 

Jungfrau.

(I) Im AT. (I) Sprachgebrauch.8

Hebr. betūlāh (LXX) meist παρδένος ist der gebräuchliche Ausdruck für J. Das Wort, dessen Grundbedeutung „junges, heiratsfähiges Mädchen" zu sein scheint, begegnet auch in anderen semitischen Sprachen, kann aber nicht als Aequivalent für J. im physischen Sinn nachgewiesen werden. […] C.H. Gordon kommt daher zu dem Schluß, daß die orientalischen Sprachen kein Wort besäßen, das dem Begriff der virgo intacta entspricht. […]Im biblischen Sprachgebrauch scheint betūlāh allerdings eine Bedeutungs-änderung erfahren zu haben. Zwar wird das Wort häufig in unspezifischen Sinn verwendet, doch geht aus dem Zusammenhang mehrerer Textstellen klar hervor, daß mit betūlāh ein unberührtes junges Mädchen gemeint ist (Gn 24,16 Ex 22,15f Lv 21, 3.14 2Sm 13,2.18; vgl. Lv 21,13 Dt 22,14-20 Ri 11,37f: betūlīm, Jungfrauschaft). […] Demgegenüber dürfte die in der prophetischen Literatur begegnende Personifizierung eines Volkes bzw. einer Stadt als J. mehr deren Macht und Glanz im Auge haben           (Is 37,22 Jr 31,4 u.ö.), in der Anwendung auf Israel, Juda, Sion allerdings nicht ohne Beziehung auf den Bund zwischen Jahwe und seinem Volk;

 

1.3.3 Diese dogmatischen Aussagen hatten nun auch Auswirkungen in der Liturgie.

Die Gottesdienste bekamen ihre thematischen Schwerpunkte durch die Verlesung der Evangelien und der sie entfaltenden Texte der Schriften des AT und des NT's.

 

Ikonographische Zeichen in der Kunst 9

„Kunst in jeder Form, ob sie nun ´Gestaltende Kunst´ wie z.B. Malerei, Bildhauerei, Architektur, Gebrauchsgrafik... usw. oder ´Darstellende Kunst´, wie z.B. Theater, Kabarett, Puppenspiel, Tanz, Ballett, Eiskunstlauf...usw. oder ´Darbietende Kunst´ wie z.B. Musik, Literatur- und Lyrikvorlesungen...usw., oder ´Anbetende Kunst´ wie Liturgie ist, (Liturgie ist so gesehen eine Kunst, die Spiritualität in Proskynese, geistliches Erleben in geistliches Leben und Anbetung umsetzt)[7] will die Gedanken, Aussagen, Empfindungen, Gefühle der Menschen in Zeichen umsetzen." Kunst in jeder Form will herausfordern Stellung zu nehmen, will aufrütteln, will neue Sicht- und Verhaltensweisen darstellen; sie will einem bestimmten Lebensgefühl Raum geben; sie will auch spirituelles Erleben sichtbar machen." 10 Diese Zeichen können, durch ihre Konzentration auf das Wesentliche, viel mehr über das Wesen eines Dinges, einer Sache oder einer Person aussagen, als dies die möglichst naturgetreue Abbildung kann. „Schon Hegel charakterisierte in seinen Vorlesungen über die Ästhetik das Wesen der Nachahmung sehr treffend: ´Im ganzen ist aber überhaupt zu sagen, dass bei bloßer Nachahmung die Kunst im Wettstreit mit der Natur nicht wird bestehen können... Der Zweck der Kunst muss deshalb noch in etwas anderem... liegen´..."11

 

Der liturgische Aufbau des Kirchenjahres 12

 

1. Sonntag im Advent

(violett/blau(x) Der einziehende König

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sach 9,9 Offenbarung 5,1-5 (6-14)(IV) Das Buch mit den sieben Siegeln

Predigttext (Epistel):

Prophetie:

Jeremias 23,5-8 (III) Verheißung des gerechten Königs

Evangelium:

Matthäus 21,1-9 (I) Einzug Jesu in Jerusalem

 

2. Sonntag im Advent

(violett/blau(x) Der kommende Erlöser

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Luk 21,28 Jesaja 63,15.16(17-19a)19b; 64,1-3 (IV) Sehnsucht nach Erlösung

Predigttext Prophetie:

Epistel:

Offenbarung 22,12-14.16(17-20)( ¶) Das A und O

Evangelium:

Lukas 12,35-38 (¶9 Seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten

III: Mt 24,1-14 Vom Kommen Christi (Synotptische Apokalypse)

 

3. Sonntag im Advent

(violett/blau(x) - Der Vorläufer des Messias

Bereit dem HERRN den Weg, denn siehe der HERR kommt gewaltig. (Jes 40, 3.10) Römer 15,84)5-13 (IV) Nehmt einander an wie Christus

Predigttext (Epistel):

Prophetie:

Jesaja 40,1-8.5-13 (V) Tröstet, tröstet mein Volk

Evangelium:

Lukas 1,67-79 (¶) Der Lobgesang des Zacharias

oder

Matthäus 11,2-6 (I) Bist du es der da kommen soll?

 

4. Sonntag im Advent

(violett / rosa / blau(x) - Die nahende Freude

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe. Phil 4,4.5b 2. Korinther 1,18-22 (IV9 Ja und Amen in Christus

Predigttext (Epistel):

Prophetie:

Jesaja 52,7-10 (V ) Gottes Rückkehr nach Zion

Evangelium:

Lukas 1,26-33(34-37)38 (III) Der Gruß des Engels an Maria

Heiliger Abend - Christvesper

- Das Licht der Welt (weiß / gold)

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit. Joh 1,14

Ev: Lk 2,1-14.(15-20) Ep: Tit 2,11-14 AT: Jes 9,1-6 Gelobet seist du, Jesu Christ (Nr. 23) Psalm 2

 

Christnacht (weiß / gold )

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14)

Ev: Mt 1,(1-17).18-21.(22-25) Ep: Röm 1,1-7 AT: Jes 7,10-14 Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (Nr. 27)Psalm 2

 

Christfest, 1. Feiertag (weiß / gold )

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14)

Ev: Lk 2,(1-14).15-20 Ep: Tit 3,4-7 AT: Mi 5,1-4a Gelobet seist du, Jesu Christ (Nr. 23) Psalm 96

 

Christfest, 2. Feiertag (weiß / gold )

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14)

Ev: Joh 1,1-5.(6-8).9-14 Ep: Hebr 1,1-3.(4-6) AT: Jes 11,1-9 Gelobet seist du, Jesu Christ (Nr. 23) Psalm 96

Der weitere Aufbau des Kirchenjahres nach dem Leben und Wirken Jesu kann im Gesangbuch im Liturgischen Kalender ab Seite 1588 nachgesehen werden.

 

2. Die Historizität der Geburt Jesu

Im 19. Jahrhundert gab es durch den aufkommenden Atheismus, aber auch durch die neuen geschichtswissenschaftlichen Methoden und ihre theologischen Reflektierungen kritische Anfragen an die Nachweisbarkeit der Historizität der Geburt Jesu. Im Gegenzug suchte auch die Theologie diese Fragen zu klären. Es gab eine Bewegung „Das Leben Jesu" mit historischen Methoden zu erforschen und alle Legendenbildungen heraus zu filtern.

 

2.1 Was wissen wir über die Geburt Jesu?

Die Zeiten der Kreuzigung ergaben sich aus dem jüdischen Festkalender; die Tage der Geburt Jesu konnten nicht so eindeutig festgestellt werden.

 

Die Einbindung der Geburt Jesu in die Zeitgeschichte durch Lk 2,1 ff

 

Herodes d. Gr.,40 v. Chr. durch die Römer als König der Juden eingesetzt, starb 4 vor Christus.

· Jesus von Nazareth ist kein Adelsprädikat. Vielmehr fügte man damals dem Geburtsnamen den Ort der Herkunft bei.

· Das griechische Wort Christus = Χριστός  (hebräisch: Messias, deutsch: der Gesalbte) ist kein Eigenname, sondern ein Titel (wie Kaiser, König, Graf).

· Der römische Kaiser Augustus herrschte von 44 v. Chr. bis 14 n. Chr.

Er gilt als der "Friedenskaiser".

· Qurinius war von 12 v. Chr. bis 16 n. Chr. römischer Statthalter in Syrien.

· Tiberius war römischer Kaiser als Jesus im Jahre 30 (oder 33) gekreuzigt wurde.

· Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. römischer Statthalter in Judäa.

· Kaiphas war von etwa 18 bis 37 n. Chr. Hoherpriester am Tempel in Jerusalem.

 

Aufgrund neutestamentlicher Forschungen und astronomischer Berechnungen wird der

14. Nisan, d. h. Freitag, der 7.4. 30 als wahrscheinlicher Todestag Jesu angenommen.

 

 

Die Einbindung13 des Wirkens Johannes d. T. in die Zeitgeschichte von Lk 3.

 

· Regierungsantritt des Tiberius: 19.8.14. Je nach Zählweise kommen wir auf das Jahr 28/29 oder 27/28.

· Pontius Pilatus (ήεϒεμονεύων ist terminologisch nicht ganz korrekt, aber im NT üblich - siehe Konkordanz -, kommt auch bei Josephus vor): 26-36.

· Herodes Antipas: 4 v. -39 n. Chr.

· Philippus: 4 v. - 34 n. Chr.

· Für Lysanias (Abilene ist das Bergland westlich von Damaskus) sind uns Zahlen nicht bekannt.

· Hannas , 15 von den Römern abgesetzt, auch danach noch von großer Macht. Der amtierende Hohepriester Kaiphas war sein Schwiegersohn.

 

2.1.1 Aus den historischen Angaben können wir folgendes herausfiltern:

Jesus ist zwischen 12 und 4 v. Chr. geboren.

Es kann nicht in der winterlichen Zeit gewesen sein, da die Hirten auf dem Felde waren.

Feststellung: Der Geburtstag Jesu am 25. Dez. ist ein theologisches Geburtsdatum, das Jesus als Licht der Welt dokumentieren soll.

Die Wirksamkeit Johannes des Täufers war zwischen 27-29 n. Chr. 11

 

2.2 Was glauben wir über Jesu Geburt?

Der vorpaulinische Christushymnus Phil 2,6-11 stellt das Kommen Christi nicht als Senden Gottes, sondern als Entäußerung des Präexistenten dar."14

 

Phil 2,6-11

6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,

10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,

11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

 

Die Aussagen:

Wahrer Mensch, dargestellt mit dem Kreisbogen von der Geburt zum Höhepunkt des Lebens und dem Ende im Nichts;

 

 

Wahrer Gott , dargestellt mit dem Kreisbogen von obenauf die Welt kommend, die tiefste Erniedrigung des Todes erfahrend, aber auferstehend und auffahrend in das Reich Gottes zurückkehrend,

 

 

 

 


 

führten zur Zusammenschau des Zeichens des Ewigen, dem Kreis

 

 

 


 

und der Überschneidung beider Lebenslinien,

 

die letztlich zum Zeichen des Fisches wurden:

 

Eine mündlich tradierte und später in Schriftform festgehaltene Version erzählt, dass der Fisch als unauffäliges christliches Erkennungszeichen verwendet wurde. Das griechische Wort fü Fisch ἰχθύς (ichthýs) enthät ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis (Ιησούς Χριστός Θεού Υιός Σωτήρ[ας):

 

IΗΣΟΎΣ

Iēsous (neugr. Iisús) „Jesus“

ΧΡΙΣΤΌΣ

Christós “Christus・ (d.h. „der Gesalbte“)

ΘΕΟΎ

Theoú „Gottes”

ΥΙΌΣ

Hyiós (neugr. Iós) „Sohn“

ΣΩΤΉΡ

Sōtér (neugr. Sotíras) „Retter“ / „Erlöser“

 

 

Die Stellung Marias als Gottesgebärerin

Mariologie16 ist sinnvoll nur als Widerschein der Christologie. Auch in der Szene der Verkündigung steht im Mittelpunkt das, was über das zu erwartende Kind gesagt wird."

 „ie Menschwerdung Gottes nimmt ihren ersten, winzigen, verborgenen Anfang in Galiläa (!), in Nazareth (!), in dem Haus, in dem das Mädchen wohnt und in das der Bote Gottes - guter Sitte zuwider - „intritt". Eben mit diesem letzten beginnt aber - nicht ein faszinierendes Aufleuchten des Göttlichen in der Niedrigkeit, sondern ein Geschehen, in dem dieses Göttliche noch tiefer in Zweideutigkeit, Unansehnlichkeit und Schande hineinverborgen wird. Was für den Glauben ehrfurchterweckendes Wunder ist, wird mit bloßem natürlichem Auge als kompromitierend angesehen. Luther hat auf diesen Tatbestand, wie er - nicht bei Lukas, aber - in Matth. 1, 18 ff. ausdrücklich zur Sprache kommt, in Weihnachtspredigten gern hingewiesen...

weiter

S. 34 „.. Das eine Frau, der das hier Verkündete Wunder widerfahren ist, künftighin gegen alle Zweifel gefeit und gegen das Skandalon abgeschirmt sein muß, dies könnte nur meinen, wer die Zweideutigkeit dieses Geschehens und dementsprechend auch das Wesen des Glaubens verkennt, wer also , in diesem Falle, einer mariologischen theologia gloriae verfallen wäre. Die Engelerscheinung, das Wort und das bestätigende Erleben können den Glauben ebensowenig erzwingen, wie sie ihn überflüssig machen. Die junge Frau, der das Schwert durch die Seele fahren wird (2,35), wird, was hier an ihr geschehen ist, nicht vergessen (2,19), aber sie wird ihren Weg zwischen Glauben und Unglauben, zwischen fröhlicher Annahme des Geschehenen und dem Ärgernis zu gehen haben."

Liturgische Einbindung und Verbindung der Eschatologie, der Lehre von den letzten Dingen und der Wiederkunft Christi und der Erwartung des kommenden Reiches Gottes zum letzten Sonntag des Kirchenjahres und des kommenden Gottessohnes in den vier Wochen des Advents als Warten und Vorbereitungszeit der eigenen Veränderung und Ruf zur Buße als Umkehr auf das Kommen des Heil bringenden Gottessohnes. So geschieht die Einbindung der Soteriologie17

 

 

Rückblick und Zusammenfassung:

-       Thema: Buch des Werdens Jesu,

des Christus, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams."

 

-       Die Inkarnation18 (Menschwerdung) des Gottessohnes – theologische Reflexionen der Christologie.

 

-       Die Themen der Lesungen der Adventssonntage

weisen auf die liturgische Einbindung der Erwartung des kommenden Christus und Heilandes hin:

1. Advent : Einzug Jesus in Jerusalem

2. Advent: Das Kommen Christi in den letzten Tagen

3. Advent: Johannes der Täufer

4. Advent: Maria

Christi Geburt bis Epiphanias

(Weihnachtszeit geht bis zum 2. Februar - Maria Lichtmess)

danach die Vorbereitung auf die Passion, des Leidens und der Kreuzigung Christi seiner Auferstehung, der Himmelfahrt, der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten und der Anbetung Gottes in seiner Trinität 19

Trinität: lat., Dreifaltigkeit (Gottes als Gott Vater . Gott Sohn und Gott Heiliger Geist."

 

Literatur:

Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Berlin 1980

Goppelt, Leonhard:

Theologie des Neuen Testaments, Erster Teil, Jesun Wirken in seiner theologischen Bedeutung, EVA Berlin 1976

Grundmann, Walter: Das Evangelium nach Matthäus, Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament, 5. Auflage, EVA, Berlin 1981

Heussi, Karl: Kompendium der Kirchengeschichte, 11. Auflage, EVA Berlin 1968

Voigt, Gottfried: Der schmale Weg, Homiletische Auslegung der Predigtreihe I, 2. Auflage, EVA Berlin 1978

Voigt, Gottfried: Die geliebte Welt, Homiletische Auslegung der Predigtreihe III, 2. Auflage, EVA Berlin 1986

Bibel-Lexikon: Herausgegeben von Prof. Dr. Herbert Haag, Tübingen

Krippenspiele: http://www.krippenspiele.eu/forumdisplay.php?fid=5

 

Praktischer Teil

 

Was einem so bei der Predigt zur Christvesper geschehen kann.

Hier die Predigt:

Liebe Gemeinde!

Wisst ihr noch wie im vergangenen Jahr zur Christvesper der Stern von Bethlehem erschien? Es war zwar ein verglühendes Sattelitenteil, aber es war faszinierend.

Ein Jahr später haben uns die Kinder wieder von dem Kind in der Krippe, von den Hirten und von den Weisen aus dem Morgenland gespielt. Da können wir alle uns richtig freuen.

Handy klingelt

Pfarrer auf der Kanzel schaut sich pikiert um

Handy klingelt weiter

Pfarrer

Liebe Gemeinde!

Telefon klingelt immer noch

Pfarrer (verwirrt)

Liebe Gemeinde!

Handy klingelt

Pfarrer

Liebe Gem...

Ach Entschuldigung, das ist ja mein Handy!

Nimmt sein Handy und schnauzt hinein

Nicht jetzt! Ich habe keine Zeit. Ich predige gerade.

Was? Ich kann jetzt nicht kommen! Ich stehe auf der Kanzel! Die ganze Gemeinde hört mit! - Nein, das geht jetzt nicht! Ich habe jetzt keinen Platz und muss jetzt auflegen. - Was, ein Kind? - Es sind jetzt viele Kinder hier! – Was - Ein Kind? Ein Kind ist geboren? Da gratuliere ich, aber erst später, wenn ich von der Christvesper zuhause bin. Nicht jetzt! - Ich habe jetzt auch nicht – was ?- Keinen Platz und keine Zeit! - Nachher kümmere ich mich darum.

Jetzt sind viele Großkochberger hier.

- Was soll ich allen sagen? - Worüber sollen sich alle freuen? - Ach so! Ein Kind ist geboren, soll ich ihnen sagen. Gerade jetzt, wo doch so viele aus Großkochberg da sind. - Ich freue mich für Dich. - Ich soll mich für mich freuen? - Ach so, jeder soll sich für sich freuen.

Liebe Gemeinde!

Entschuldigt, dass Ihr in der Weihnachtspredigt unterbrochen wurdet.

Aber das war ein kleiner Hirte. Und der war so aufgeregt, dass er mich doch gleich mit seinem Handy anrufen musste.

Entschuldigt, jetzt ist meine so schön vorbereitete Weihnachtspredigt futsch.

Aber – er sagte - ich sollte doch schnell diese Nachricht weitergeben. 17

Na ja, mache ich ja.

Je mehr ich darüber nachdenke finde ich, dass es eine tolle Nachricht ist. Ich darf mich freuen! Ich hoffe, Ihr freut euch auch.

Also entschuldigt diese Unterbrechung! Ich mache jetzt Schluss! Damit ich muss diese Nachricht erst einmal auf meine Website www.pilgernetz.de stellen kann. Dann können sich noch mehr Menschen darüber freuen :

Christus ist geboren! Der Herr in der Stadt Davids, in Bethlehem, sagte mir der kleine Hirte.

Das ist doch ein Grund zur Freude! Das ist doch ein Grund zum Feiern in diesen weihnachtlichen Tagen

Ich wünsche uns Allen eine fröhliche, friedliche und gesegnete Christnacht und natürlich geruhsame Feiertage.

Euer

Hans-Joachim Köhler

 

Die Verkündigung

(nach Franz Hohler)

Letzthin im Zug, direkt neben mir, das elend-fröhliche Digitalpiepsen eines Handys, und ich wusste, jetzt werde ich diese Seite nicht in Ruhe zu Ende lesen können, ich werde mithören müssen, wo die Unterlagen im Büro gesucht werden sollen oder warum die Sitzung auf nächste Woche verschoben ist oder in welchem Restaurant sie sich um 19:00 Uhr treffen, kurz, ich war auf die unüberhörbaren Schrecknisse des Alltags gefasst - und da kramt der junge Mann sein Apparätchen aus der Tasche, meldet sich und sagt laut "Nein!! - Wann? - Heute Nacht? - Und was ist es? - Ein Junge? - Ach, wie schön! 3 1/2 Kilo? Wie geht es Jeannette? - So schön? - Sag ihr einen schönen Gruß, gell! - Wie? - Oliver?..." Und über uns alle, die wir in der Nähe saßen und durch das Gespräch abgelenkt und gestört wurden. huschte ein Schimmer von Rührung, denn soeben haben wir die uralte Botschaft vernommen, dass uns ein Kind geboren wurde.

 

Und hier eine Idee zum Ausprobieren:

Die Weihnachtsgeschichte als Geocaching oder Pilgercaching

 

Als Wegthemen bieten sich

„Der Weg von Maria und Josef von Nazareth nach Bethlehem"

„Der Weg der Hirten vom Felde nach dem Stall"

„Der Weg der Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem"

„Die Flucht nach Ägypten"

an.

 

Haben Sie weitere Vorschläge?

 

 

 

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1 Als Inkarnation (lat. incarnatio = „Fleischwerdung") bezeichnet man im religiösen Bereich die Menschwerdung (Fleischwerdung) einer Gottheit. (http://de.wikipedia.org/wiki/Inkarnation)

2 Goppelt S. 392

3 Die Homousianer lehrten, das Gott-Vater und Gott-Sohn gemeinsam in ihrem Wesen gleich sind; im Gegensatz zur Lehre der Homöusianer, die nur die Ähnlichkeit des Wesens zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn gelten ließen.

4 Bund; Altes T.(estament) bzw. Neues T. = Alter bzw. Neuer Bund Gottes mit den Menschen (vgl. Hebr. 8) Theologisches Fach und Fremdwörterbuch a.a.O. S. 167

5 Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte EVA, Berlin 1958 S. 99

6 ontisch -als seiend, unabhängig vom Bewusstsein existierend verstanden; dem Sein nach;

Der ontologische Gottesbeweis

Die erste bekannte Version des ontologischen Gottesbeweises wurde von Anselm von Canterbury (1033–1109) im Proslogion[2] formuliert, danach nicht zuletzt von René Descartes (1596–1650). Seinen Namen erhielt der Beweis nach dem darin vorgenommenen Schluss von der logisch-begrifflichen Ebene zur Ebene des Seins (griech. to on, Genitiv ontos).

Argumentation

Ausgangspunkt des Beweises bei Anselm ist der durch einen das Verstehen suchenden Glauben („fides quaerens intellectum") gefundene Begriff Gottes als desjenigen, „worüber hinaus nichts Größeres (Vollkommeneres) gedacht werden kann" („quo nihil maius cogitari potest"). Dieser „Begriff" ist nach Anselm gedanklich nur widerspruchsfrei nachzuvollziehen, wenn Gott auch wirklich existiert.

7 Ankündigung des Engels: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus (die gr. Namensform für Jesua = Gott hilf) heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Reichs wird kein Ende sein."

8 Bibel-Lexikon, Herausgegeben von Prof. Dr. Herbert Haag, Tübingen, St. Benno-Verlag GmbH Leipzig1969.

9 Hans-Joachim Köhler: http://www.pilgernetz.com/marc-chagall.html 3.1.

10 H-J. Köhler Manuskript für eine Arbeitshilfe „Vom Anspiel bis zum Weihnachtsspiel" a.a.O. Einführung; 1.1. Was will Kunst?

11 aus W. Hütt „Wir und die Kunst" a.a.O. S. 15

12 http://www.evangelische-liturgie.de/

13 Aus Voigt DIE GELIEBTE WELT, Homiletische Auslegung der Predigttexte Reihe III, EVA, Berlin 1986 S. 22

14 Goppelt S. 401

15 http://de.wikipedia.org/wiki/Fisch_(Christentum)

16 Voigt, Reihe III a.a.O. S. 33 f

17 der Lehre vom Erlösungswerk (Christi). soter gr., Retter, Heiland

18 Als Inkarnation (lat. incarnatio = „Fleischwerdung“) bezeichnet man im religiösen Bereich die Menschwerdung (Fleischwerdung) einer Gottheit. (http://de.wikipedia.org/wiki/Inkarnation)

19 lat., Dreifaltigkeit (Gottes als Vater, Sohn als Vater, Sohn und Hl. Geist) ; immanente Tr., Dreifaltigkeit als innergöttl. Verhältnis; der Sohn u. der Geist sind gleichewig u. gleichen Wesens mit dem Vater".

 

 

 

Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com