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Nachtgedanken zur Weihnacht

 

Nacht des Weinens

Nacht der Trauer

Nacht der Sorge

Und des Leids

 

Nacht, o Nacht

In meinem Wesen

Macht der Nacht

Du bist so breit

 

Nacht der Weihe

Macht des Lichts

 

Du hast einen

Schein geboren

Der die Macht

Der Nacht

 

Durchbricht

 

© by hansjoachimkoehler@msn.com 24. Dezember 2010

                  

 

 

 

Sternenkunde

Was sagt der Stern,
Was kündet er?
„Es kommt der Herr,
Es kommt der Herr!“
So wird aus einer Sternenkunde
Eine wahre Sternenstunde.
Sie kündet uns
Den Herrn der Welt.
Wenn ihr euch
Unter diesen stellt,
Dann wird auch
euer Herz erhellt.

© by hansjoachimkoehler@msn.com

 

 





 

Zeiten sind das, Zeiten!

Zeiten sind das, Zeiten!
Zeiten der Hülle und Fülle.

Sind dies nur äußere Hüllen,
die aufgeblasen
mit anderen aufgeblasenen Hüllen
die Zeiten füllen?

Zeiten sind das, Zeiten!
Zeiten des Rechnens und Zählens.

Wir rechnen und rechnen
und zählen und zählen…
Als ob sich die Fülle der Hülle
noch zähle und rechne.

Zeiten sind das, Zeiten!
Zeiten des Heute und Morgen.

Zeiten, die angefüllt mit den Zeiten
des Gestern und Vorgestern
und vor und vor und vor, vor, vor…
Angefüllt, seit dem Ursprung der Zeit.

Zeiten sind das, Herr, Zeiten!
Zeiten, angefüllt mit der Fülle der Zeit!

Zeiten, die du, Herr, angefüllt hast
zur Erfüllung der Zeit.
Und als sie erfüllt war, sandtest du deinen Sohn,
damit er uns führe in seine Zeit der Enthüllung.


© by hansjoachimkoehler@msn.com 16.12.2004

 

 

 



Kleine


 

Weihnachtsverunsicherung

 

Es begab sich aber zu der Zeit

Es begab sich aber zu der Zeit,
da wir vor lauter Weihnachtsvorbereitung
die Weihe der Nacht verpassten
und in dem Lärm der Weihnachtslieder
die Stimme überhörten,
die da sang:
„Ehre sei Gott in der Höhe
und Frieden auf Erden
den Menschen seines Wohlgefallens.“

Es begab sich aber zu der Zeit,
als die Zahlen und Bilanzen
der neuesten Steuerreform
gefeilscht und gefälscht wurden,
als eine Milliarde Euro
unter die Peanuts fiel.

In der Zeit,

da wurde das Kind geboren,
das alle Schätzungen über den Haufen warf
und neugeschätzt, doch ungeschützt,
sich seiner Zukunft stellte.

© by hansjoachimkoehler@msn.com

            

Wir packen es ein, das Kind

Wir packen es ein,
das Kind,
in das Wort vom Wort,
das in immer neuen Wörtern
eine Inflation von Worten hervorruft,
die das Wort vom Wort übertönen.

Und es ist doch da,
das Kind,
in Windeln gewickelt
und in einer Krippe liegend.

Wir wickeln es ein,
das Kind,
in die Mildtätigkeit und Liebe
von Jahreslotterien
und Millionen-Jackpots,
in Kaufrauschengeln,
die im Engelrausch kaufen.

Und es ist doch da,
das Kind,
dem die Engel sangen:
Ehre sei Gott in der Höhe!

Wir zuckern es ein,
das Kind,
mit zuckersüßen Plätzchen
und zuckersüßen Liedern fürs Kind.
Wir verzuckern mit verzückten Sinnen,
den ärmlichen Stall mit der Krippe.

Und es ist doch da,
das Kind,
entfernt, in der Fremde,
ohne Raum in der Herberge.

Wir umwerben es,
das Kind,
damit es wirbt
für die Steigerung des Umsatzes
und umsetzt die Idee
von der Steigerung der Steigerung,
die sich steigert bis zum Fall.

Kehren wir
erst dann wieder um,
zum Kind,
in der Niedrigkeit des Stalls?

© by hansjoachimkoehler@msn.com

 

 

 

 

Nachtgedanken zur Weihnacht

 

Nacht des Weinens

Nacht der Trauer

Nacht der Sorge

Und des Leids

 

Nacht, o Nacht

In meinem Wesen

Macht der Nacht

Du bist so breit

 

Nacht der Weihe

Macht des Lichts

 

Du hast einen

Schein geboren

Der die Macht

Der Nacht

 

Durchbricht

 

© by hansjoachimkoehler@msn.com 24. Dezember 2010

Advent

Warten!

Auf die

Ankunft Jesu.

Warten!

Bin ich noch bereit
Zu warten?

Bin ich noch bereit
Zu warten, auf dass,
Was kommt?

Erwarte ich noch etwas
von der Zukunft?

Hab ich nicht genug zu tun
Mit der Bewältigung
Der Gegenwart
Und der Vergangenheit?

Warum warte ich noch?

???        …        !!!


Weil der Herr
Über Gegenwart
Und Vergangenheit
Auch der Herr
Über die Zukunft ist!

Er kommt auf mich zu!

So wird aus dem Warten
Eine Erwartung!

Seine Erwartung!

Aus Vergangenheit
Und Gegenwart
Eine Zukunft!

Meine Zukunft!

In meinem Leben

Sein Advent!


©
by hansjoachimkoehler@msn.com Dez. 2008

 Ein Kind ist geboren

Ein Kind ist geboren.
Geheimnis des Lebens.
In jeder Geburt
Steckt es,
Entfaltet sich.

Ein Mensch ist geboren,
Um Mensch zu werden.
Täglich, Millionen Mal
Geschieht es,
Und ist doch einmalig.

Ein Kind ist geboren,
Ein Sohn ist gegeben.
Die Herrschaft
Liegt auf seiner Schulter,
Auf dass wir
Frieden haben.

Gott ist geboren.
Ist Mensch geworden.                    
Geheimnis des Lebens.                    
In dieser Geburt 
Steckt es,                            
Entfaltet es sich -                                        
Für mich!                                
                                     
©
by hansjoachimkoehler@msn.com 23.12.2007


Wir warten im Warteraum der Zukunft 

 

Aber, worauf warten wir eigentlich?

Warten wir vergeblich auf etwas, das nie eintreffen wird, wie es in dem absurden Theaterstück von Samuel Beckett "Warten auf Godot" dargestellt wird?

 

Dort heißt es in einem öfters wiederkehrenden Dialog:

 

Estragon:  Komm, wir gehen!

Wladimir:  Wir können nicht.

Estragon:  Warum nicht?

Wladimir:  Wir warten auf Godot.

Estragon:  Ach ja.

 

 

Warten wird in diesem hochinteressanten Theaterstück, das das Warten in seinen Längen zwischen den handelnden Personen Estragon und Wladimir "...eher lächerlich erscheinen  und sie ihre Zeit mit absurden Diskussionen und belanglosen Aktionen hinbringen lässt."  (http://de.wikipedia.org/wiki/Warten_auf_Godot

 

Warten wird so "...als Verkörperung... des menschlich-allzumenschlichen Hanges voll unbestimmter und letztlich unerfüllter Illusionen auf die Ankunft eines Erlösers, eines Propheten oder einer sonstwie heilbringenden Person..." (ebenda).

 

Das gläubig-spirituelle Warten auf das Kind in der Krippe, das die Menschheit, den einzelnen Menschen, also auch mich erlösen will, verändert aber mein Leben in dieser meiner jetzigen Zeit. Es verändert mich dahin, dass mein Leben in diesem Warteraum der Zukunft eine Zielrichtung bekommt. Ich warte nicht nur vor mich dahin und verbringe nutz- und aktionslos meine Zeit wie die Akteure  bei "Warten auf Godot".

 

Das Lukas-Evangelium beschreibt dieses Warten im 12. Kapitel, Vers 35 so:

 

"Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen."

 

Auf unsere Bildersprache übertragen, heißt dies etwa so:

Seid bereit zum Aufbruch in eine neue Zeit!

Gebt euer Vertrauen nicht auf!

Lasst das Licht eurer Hoffnung nicht ausgehen!

Erwartet eine positive Zukunft für euer Leben.

 

Diese neue Zukunft kommt nun aber nicht aus der mehr oder weniger gelungenen oder misslungenen Vergangenheit meines Lebens; sie kommt von einer unbelasteten Zukunft Gottes her.

 

Diese Erwartung verändert nun mein Leben dahingehend, dass ich trotz aller Zukunftsängste in diese Zukunft gehen kann.

 

"Warten im Warteraum der Zukunft" ist so ein aktives Geschehen, das mich meine Lebenssituation überdenken und überbeten läßt, damit ich Kraft und Richtung für eine Veränderung in meinem Leben bekomme.

 

Ich wünsche uns allen diese kraftvolle Kraft des Wartens im Heiligen Geistes

in dieser Adventszeit, der Zeit des Wartens "im Warteraum der Zukunft".

 

Ihr

 

Hans-Joachim Köhler

 

 

 

 

Lichtschimmer am Horizont der Hoffnung

 

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Jesaja 9,1.5-6

 

 

Liebe Netzpilger!

 

Die Jugend liebt ja heute wieder viele Abkürzungen, um schnell Mails zu schreiben:

zB „hdgdl”-„hab dich ganz doll lieb“.

 

Ich habe heute auch so eine Abkürzung:

„LSdH”-„Lichtschimmer der Hoffnung“

 

 

Den 1. LSdH hatte der Prophet Jesaja nach dem Jahr 722 v. Chr., als er in einer Zeit größter Verzweiflung, das Kommen eines Friedensbringers sah: Ein Kind, das eingesetzt werde, um mit friedlichen Mitteln, inmitten des Gedröhns von Soldatenstiefeln, eine Macht aufzurichten, die sich wirklich nach Gottes Willen richtet.

 

 

Den 2. LSdH bekam Maria mit dem Besuch des Engels.

Stellen sie sich vor, welches die ersten Gedanken von Maria gewesen sein mussten, als sie erfuhr, dass sie ein uneheliches Kind bekommen sollte!

Da musste der Engel ihr schon sehr viel Hoffnung für ihre Zukunft geben, das sie dieses Kind in ihrem innersten Wesen annahm.

 

 

 

Den 3. LSdH brauchte Maria, als sie das Kind außerhalb jeder Klinik und außerhalb jeder menschlichen Ordnung in einem unhygienischen Stall gebären musste.

Da mussten ihr schon sehr viele Engel und ein riesiger Stern eine Hoffnung für das zukünftige Leben ihres Kindes geben.

 

 

Den 4. LSdH bekamen die Hirten, die als einfache Menschen auf einer sozial niedrigen Stufe der Gesellschaft, ein himmlisches Zeichen der Veränderung ihrer Lebensumstände bekamen. Sie haben sich augefmacht, um dieser Hoffnung entgegen zu gehen.

 

 

Aber auch die klugen und fragenden Menschen, die weisen Männer aus dem Orient, brauchten

5. einen LSdH für ihre wissenschaftlichen Bewertungen des Lebens in der zukünftigen Welt; damit sie ihre Zukunftsprognosen nicht mehr nur in einem verdunkelten Licht der Hoffnungslosigkeit sahen. Sie brauchten den LSdH, um hinter aller Erforschung der kleinsten und größten Teile der Materie und ihrer daraus folgenden Fragen, den Schöpfer des Alls und den Sinn der Schöpfung zu suchen und zu erkennen.

 

 

So dürfen auch wir, jeder von uns, in vielen hoffnungslosen Situationen unseres Lebens,

Gottes „LSdH” bekommen; ja sogar da, wo wir ihn oft gar nicht vermuten.

 

 

Gott der Herr schenke uns in diesen weihnachtlichen Tagen, und darüber hinaus, seinen

„Lichtschimmer am Horizont der Hoffnung“, seinen „LSdH“.

 

 

Meine kleine Verdichtung „Ein Kind ist geboren“ will Euch dabei helfen.

 

Mailt euch diesen „LSdH” oft zu!

 

 

Ihr braucht ihn, und Eure Freunde brauchen ihn auch; genauso, wie die Luft zum Atmen, oder wie das Amen in der Kirche.

 

Amen

 

 

 

Wir wünschen uns allen in diesem restlichen und dem kommenden Jahr 2012 diesen Lichtschimmer der Hoffnung in allen Bereichen unseres persönlichen, aber auch des politischen Lebens.

Eine innerlich ruhige Weihnachtszeit und ein gesegnetes neues Jahr

 

Eure

Brigitte und

Hans-Joachim Köhler

 

 

 

 

Zella-Mehlis, den 06.Januar 2012

 

Liebe Netzpilger, Freunde, Verwandte und Bekannte,

 

ein Himmelsphänomen hat am Heiligen Abend 2011 unsere Christvesper bereichert.

 

Wie der Stern von Bethlehem den Weisen aus dem Morgenland den Weg wies, so sahen auch unsere Krippenspielkinder und die gottesdienstlichen Gemeinden am 24. Dezember 2011, als sie auf dem Weg zur oder von der Christvesper gegen 17:30 Uhr das Schauspiel einer verglühenden Sternschnuppe eine längere Zeit am Himmelsfirmament sahen. Sie berichteten anschließend ganz eindringlich davon, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, was dieses Himmelsphänomen ausgelöst hatte.

 

Sie standen noch ganz unter dem Eindruck des kurz zuvor gespielten Krippenspieles, in dem die drei Weisen dem Stern von Bethlehem gefolgt waren, und nun auch des sich real am Himmel erfolgten Ereignisses.

 

Erst in den nächsten Tagen löste sich das Himmelsphänomen ganz rational als das Verglühen einer Raketenstufe in der Erdatmosphäre aus.

 

 

Hat diese nachfolgende rationale Erklärung den Reiz des Augenblickes zerstört?

Ich glaube nicht. Sind nicht auch die Weisen aus dem Morgenlande einem heute rational erklärbaren Himmelphänomen gefolgt?

 

Was ist eine Sternschnuppe, ein Komet oder auch eine beso

ndere Sternkonstellation anderes als das Verglühen einer interstellaren Materie im Weltenraum oder in der Atmosphäre der Luft?

 

 

Und doch führte er Menschen aus fernen Landen zu dem Kind in der Krippe. Somit war der Stern eines der ersten christlichen Motive, um zu pilgern.

 

Die Weisen aus dem Morgenlande sahen in einem „Naturereignis“ einen besonderen Hinweis auf den Beginn eines neuen Zeitalters, den sie von Gott dem Herrn erhofften. Sie vertrauten diesem Zeichen und machten sich auf den Weg. Sie selbst hatten durch dieses Vertrauen in dieses Zeichen sich selbst verändert.

 

Sie haben eine beschwerliche Reise mit vielen möglichen Unbilden auf sich genommen, und haben es nicht bereut.

 

Sie haben im Vorhinein eine Erwartung gehabt, die sich am Ende ganz anders auflöste. Sie haben sich auch auf einen Rückweg begeben, den sie so nicht erhofft hatten.

 

Diese Erfahrungen können wir auch in diesem Jahr 2012 erpilgern.

 

Diese Weisen aus der bekannten Weihnachtsgeschichte könnten auch heutige Wissenschaftler sein, die glaubend oder auch fragend und hinterfragend diese Welt und ihre Materie erforschen und interpretieren.

 

Nun kommt es auf die Fragestellung und die Sichtweise an, ob sie staunend anbetend diese Schöpfung erfahren, oder sich nüchtern nihilistisch in ein unausweichliches Schicksal der Natur ergeben.

 

 

Wir wünschen Euch, Ihnen und uns allen für das Jahr 2012 das Staunen und Erstaunen in dem Wissen, dem Erforschen, dem Interpretieren unserer Umwelt und dem Glauben, dass Gott der Herr diese Naturgesetze nutzt, um uns auch in diesem Jahr zu seinem Kind in der Krippe zu führen. Er will uns zu diesem Ziel bewahren und beauftragt uns seine Schöpfung bis zu seinem Ziel zu bewahren.

 

Hans-Joachim Köhler, Opfr iR.

 

 

 

 

 

 

 

 


 












 


Hans-Joachim Köhler, Oberpfarrer i. R. | hansjoachimkoehler@msn.com